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Seehofer im BILD-Interview

"Euro darf keine Weich-Währung werden"

CSU-Chef Horst Seehofer verlangt mehr Mitsprache für Deutschland bei wichtigen Abstimmungen im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB).

Seehofer sagte im Interview mit der Bild-Zeitung: „Angesichts des wirtschafts- und währungspolitischen Gewichts Deutschlands brauchen wir in Grundsatzfragen ein Veto-Recht für Deutschland im EZB-Rat“. Es mache ihm Sorgen, dass die Bundesrepublik „in großen währungspolitischen Fragen in der EZB nicht genug Mitspracherecht“ habe. Zugleich warnte Seehofer die EZB davor, den Außenwert des Euros künstlich zu senken: „Der Euro muss eine starke und stabile Währung bleiben. Das haben wir den Menschen bei der Einführung versprochen, und dabei bleibt es“, sagte der CSU-Vorsitzende. „Ich bin strikt dagegen, dass man aus durchsichtigen politischen Gründen am Euro-Kurs manipuliert. Der Euro darf keine Weich-Währung werden. Auch für Frankreich führt kein Weg an solidem Wirtschaften vorbei. Deutschland, aber auch die Krisenländer Irland und Portugal sind damit erfolgreich. Eine Abkehr vom stabilen Euro wäre ein historischer Fehler. Ich kann nur an die EZB appellieren, diesen Versuchungen zu widerstehen.“