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Seehofer im Interview

„Niemand wird mich mundtot machen“

 

Der CSU-Vorsitzende und Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich im Interview mit der Thüringischen Landeszeitung zuversichtlich über die gemeinsamen Zukunft mit der Schwesterpartei CDU gezeigt. Gleichzeitig stellte er klar, dass die CSU ihr politisches Profil nicht aufgeben werde. „Vor Ihnen sitzt ein Politiker, der wie kaum ein zweiter in Deutschland um seine Überzeugung kämpft. Es geht mir nicht um Machtspielchen.“   

„Niemand wird mich mundtot machen“ 

Seehofer betonte, dass er für seine klare Linie großen Zuspruch von der Bevölkerung bekomme. „Ich höre sehr häufig von der Bevölkerung: Gottseidank gibt es noch einen, der seine Überzeugungen klar formuliert und bei dem wir wissen, wie er denkt und handelt. Und da wird mich niemand mundtot machen.“ Er gebe seine Überzeugung für die Zukunft unseres Landes nicht auf, sagte Seehofer: „Da werde ich unsere Bevölkerung nicht enttäuschen.“ 

CSU wird steuerpolitische Offensive starten

Der CSU-Chef bemängelte, dass es in Deutschland aktuell einen steuerpolitischen Stillstand gebe. Seehofer sieht bei diesem Thema den Bund in der Pflicht: „Dafür kann man nicht den Ländern die Schuld geben. Es ist die Verantwortung einer Regierung, die Dinge so zu gestalten, dass sie im Bundesrat zustimmungsfähig sind. Weil dies dem Bundesfinanzminister offenbar nicht gelingt, wird die CSU eine steuerpolitische Offensive starten. Die steuerpolitische Offensive wird Antworten geben zum Soli, zur kalten Progression, zur Besteuerung der Leistungsträger und der kleinen Leute. Das wird eine sehr große Sache.“  

Union könnte deutlich besser dastehen 

Seehofer kritisierte auch den Umgang in Berlin mit politischen Initiativen aus Bayern. „Leider hört man in der CDU zu wenig auf mich. Nach einer aktuellen Umfrage hat die CSU in Bayern nach wie vor 48 Prozent und könnte weiter allein regieren. Die Union könnte in anderen Bundesländern deutlich besser dastehen als jetzt, wenn man nicht dauernd sagen würde: Dieser Vorschlag kommt aus Bayern, und deshalb muss er abgelehnt werden. Das ist leider häufig der Fall.“